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Obo-Nationalpark

In Sao Tomé und Principé gibt es nur einen einzigen Nationalpark. Aber der Obo National Park hat es in sich: Er umfasst etwa 300 Quadratkilometer, was 30 Prozent der gesamten Landesfläche entspricht, und erstreckt sich über alle Vegetationszonen – von den Mangrovenwäldern bis zur Savanne, vom Tiefland bis in die Bergwälder. Der weitaus größere Teil des Nationalparks befindet sich auf der Insel Sao Tomé, der kleinere auf Principe, wo allerdings etwa die Hälfte der Insel zum Nationalpark gehört. Seinen Namen hat der Nationalpark vom „Obo“ genannten atlantischen Primärregenwald, der sich auf den beiden Inseln bis in höhere Lagen erstreckt.



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Mehr als 700 verschiedene Pflanzenarten sind hier zu finden, davon 100 endemische, die nirgendwo sonst als auf Sao Tomé und Principé vorkommen. Dazu gehören eine Riesenbegonie, die bis zu drei Meter hoch werden kann, Baumfarne und einzigartige Orchideen. Auch die Vogelwelt zählt zu den Naturwundern des Landes. Allein auf Sao Tomé gibt es 21 endemische Vogelarten wie den Zwergolivenibis, den Newtonwürger oder den Schwarzstirnwürger – eine gewaltige Zahl, wenn man die vergleichsweise geringe Größe der Insel bedenkt.

Am besten lässt sich dieses Paradies für Naturfreunde in Begleitung eines einheimischen Guides erkunden. Bei speziellen Touren mit thematischem Schwerpunkt auf der Pflanzen-, Tier- und Vogelwelt bringen die kundigen Führer ihre ganze Erfahrung ein – einst waren sie Landwirte, Jäger oder Papageienfänger, heute sind sie als Ranger ausschließlich zum Schutze des Nationalparks und seiner Natur im Einsatz. Sie kennen sich bestens aus, verfügen über jahrzehntelange Erfahrung, wissen um spannende Überlebenstechniken im Dschungel und sind auch geübt darin, ihre Gäste zu den beliebten Graupapageien zu führen. Diese Tierart ziert sogar das Staatswappen.



Wer gern höher hinaus möchte, kann in Begleitung eines Guides den Pico de Sao Tomé erklimmen, mit 2024 Metern der höchste Berg des Landes. Alternativ bieten sich geführte Wanderungen in den Süden der Insel an, wo Meeresschildkröten zur Eiablage an Land kommen, oder zur Lagoa Amélia, einem mit Wasser gefüllten Vulkankrater, der so dicht bewachsen ist, dass man auf ihm sogar entlanglaufen kann. Übernachtungen in den Roças, ehemaligen Wohnhäusern der Plantagenbesitzer, die zu stilvollen Gästeunterkünften umgebaut worden sind, ergänzen das Angebot an Touren im Obo-Nationalpark.




Sangha Lodge News

Sonntagmorgen – die Lodge-Gäste waren zum Gorilla-Tracking aufgebrochen. Mark Jefferies, eine befreundeter Südafrikaner und Pilot sagte plötzlich: Lass uns doch mal Dein Camp aus der Luft betrachten. … mehr (Rod Cassidy, Manager Sangha Lodge, ZAR, Oktober 2010)