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Reiseinformationen

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für die Reise nach Sambia ein Visum. Das Visum wird bei der Einreise ausgestellt, kann aber auch vorab beantragt werden. Dazu werden die Antragsunterlagen gegen einen frankierten Rückumschlag bei der Botschaft in Berlin angefordert (auch von Österreichern und Schweizern). Die Prozedur über die Botschaft in Berlin ist zwar der sichere Weg, aber nicht unbedingt notwendig, denn Touristenvisa werden auch direkt und unkompliziert bei der Ankunft am Flughafen bzw. an den Landesgrenzen ausgestellt. In Siavonga und Livingstone besteht zudem die Möglichkeit eines „Day Tripper“ (Tagesvisum). Bitte machen Sie von Ihrem Pass und von Ihrem Flugticket eine Kopie und hinterlegen Sie diese bei jemandem, der die Unterlagen im Notfall per Fax zu Ihnen schicken kann. Im Falle eines Verlustes sind diese Kopien unerlässlich für die Beantragung neuer Dokumente.



Sicherheit

Lesen Sie bitte folgende Hinweise, um Begegnungen mit Kriminalität weitestgehend auszuschließen und selbst etwas zu einem reibungslosen Ablauf Ihrer Reise beizutragen:

  • Wegen der Konflikte in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo und gelegentlicher Übergriffe über die Grenze hinweg sollte auf Fahrten in die Grenzregionen verzichtet werden
  • Für Fahrten von Sambia nach Namibia in und durch die Caprivi-Region sind unbedingt die Sicherheitshinweise zur Republik Namibia zu beachten
  • Über Taschendiebstähle, Autoeinbrüche, “car-jacking” bis hin zu bewaffneten Überfällen wird vor allem aus der Innenstadt von Lusaka und den anderen Ballungsgebieten sowie von öffentlichen Verkehrsmitteln (Überlandbusse, Nachtzüge) und der Überlandstraße in der Region des Kupfergürtels (ca. 200 km nördlich von Lusaka) berichtet
  • Überlandfahrten bei Dunkelheit sind wegen der Kriminalität, aber auch wegen hoher Unfallgefahren (liegen gebliebene Fahrzeuge, schlechter Straßenzustand, Freiwild) risikoreich
  • Autotüren und -fenster sollten während der Fahrt durch städtische Gebiete verriegelt bzw. geschlossen bleiben, Handtaschen sollten nicht getragen oder im Auto sichtbar platziert werden
  • Zudem ist bei Überlandreisen mit dem eigenen Fahrzeug mit häufigen Polizeikontrollen zu rechnen, dabei wird zu korrektem Verhalten gegenüber Polizeibeamten geraten
  • Von Reisen in die Grenzregion zur Demokratischen Republik Kongo wird wegen gelegentlichen Übergriffen über die Grenze hinweg abgeraten, zurzeit verläuft der Grenzverkehr an der sambisch-kongolesischen Grenze jedoch normal

Sollten Sie weitere Fragen zu länderspezifischen Sicherheitsfragen haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten Ihre Fragen gern.



Gesundheit

Alle Reisenden müssen in gutem Gesundheitszustand sein, denn in abgelegenen Gegenden kann eine sofortige medizinische Versorgung nicht immer gewährleistet werden. Sollten Sie unter einer Krankheit leiden, die Ihre Reise in irgendeiner Form beeinträchtigen könnte, setzen Sie bitte am ersten Tag der Safari die Reiseleitung in Kenntnis. Dies ist sehr wichtig und liegt in Ihrem Interesse, damit Ihnen in Notfällen sofort angemessen und richtig geholfen werden kann. Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Ärzte. Man sollte auf jeden Fall eine Reiseapotheke mitnehmen. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine Impfbescheinigung ist nicht für die Einreise erforderlich. Wir empfehlen Ihnen jedoch, Ihren Arzt vor der Reise zu konsultieren und sich hinsichtlich der Vorsorge beraten zu lassen. Bei Reisen in die westlichen Landesteile wird eine Gelbfieberimpfung empfohlen. Ebenfalls besteht das Risiko einer Cholera Infektion in einzelnen Abschnitten. Die Erkrankungsgefahr bei Reisenden ist sehr gering, wir empfehlen dennoch, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B. Malariaschutz ist das ganze Jahr über in Sambia erforderlich. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll hochgradig chloroquinresistent sein. Wasser aus der Leitung sollte generell entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Der Verzehr von Milchprodukten und gut durchgebratenen bzw. –gekochten Fleischgerichten ist unbedenklich. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten, ungeschältem Gemüse und Mayonnaise sollte vermieden werden. Sambia gehört zu den Ländern mit der höchsten Durchseuchung: In Städten sind bis zu 25% der erwachsenen Bevölkerung HIV-positiv. Sexuelle Kontakte sind daher stark risikobelastet. Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen. Die Pest kommt in der südlichen Provinz (Namwala-District) vor. Die Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis) kommt besonders in den nördlichen Landesteilen vor. Des Weiteren besteht hohes Tollwut-Risiko landesweit, auch in Städten vor allem durch Hunde.



Versicherung

Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung (mit Kostenübernahme bei medizinisch notwendigem Rücktransport, auch per Flugzeug) wird dringend empfohlen. Bitte schließen Sie diese rechtzeitig vor Reiseantritt ab.
Im Krankheitsfall sollten Sie schnellstmöglich die 24h Hotline Ihrer Versicherung kontaktieren. In der Regel müssen sämtliche Behandlungskosten sofort bar oder mit Kreditkarte bezahlt werden. Die Kosten können dann gegen Vorlage der Rechnungen im Original zu Hause geltend gemacht werden. Größere Rechnungen, wie zum Beispiel einen Krankenhausaufenthalt, trägt die Auslandskrankenversicherung.
Mit der Reisebestätigung verschicken wir das Versicherungsheft unseres Partners, der Hanse Merkur. Dort werden verschiedene Reiseversicherungen angeboten. Wichtig ist auch eine Reiserücktrittskostenversicherung (RRV). Man kann die RRV mit einer Auslands-Krankenversicherung kombinieren. Ganz unkompliziert können Sie Ihren Versicherungsschutz online über www.urlaubsschutz24.de bzw. mit beiliegenden Formularen abschließen.



Geld

Die Währung Sambias ist der Sambische Kwacha. Ein Euro entspricht (am 21.06.2010) 6,290.684 ZMK. Der Euro hat sich in Sambia noch nicht durchgesetzt. Bestimmte Leistungen werden Sie in US-Dollar bezahlen müssen und auch Banken und Wechselstuben akzeptieren häufig nur US-Dollar. Namhafte Kreditkarten werden von größeren Unternehmen zunehmend, aber nicht durchgehend angenommen. Einige Geldautomaten akzeptieren Visa- und/oder Master-Kreditkarten, vereinzelt ist an einigen Automaten inzwischen auch die Geldabhebung mit EC- (Maestro- bzw. Cirrus-) Karten möglich. Bitte denken Sie auch an zusätzliche Ausgaben persönlicher Natur wie nicht angegebene Mahlzeiten, Getränke, Benzin, Trinkgelder, Filme, Andenken, Medizin, Telefonate und nicht eingeschlossene Aktivitäten und Eintrittspreise.



Essen & Trinken

Die Küche Sambias ist reichhaltig und gut, aber keine ausgefeilte Spezialitätenküche. Gern wird gegrillt, was man im südlichen Afrika „Braai“ nennt (ein Afrikaans-Ausdruck). Das Fleisch ist meist von sehr guter Qualität. Kartoffeln und Reis werden häufig gegessen, Nudeln etwas seltener. An den großen sambischen Seen kommen Sie in den Genuss von frischem Fisch. Traditionelle Gerichte wie Nshima bzw. Shuma (Maisbrei), getrocknete Kapentafische aus dem Karibasee und geröstete Mopanewürmer werden manchmal als einheimische Spezialitäten in Lodges und Hotels angeboten. Biltong ist ein getrocknetes Wild- oder Rindfleisch, das als Zwischenmahlzeit sehr beliebt ist und eine Spezialität des südlichen Afrikas darstellt. Vereinzelt werden das schmackhafte Krokodilfleisch und Wildgerichte wie Impala Stew, Büffelbraten, Elen- und Zebrasteak angeboten. Bekannte Getränke sind der erfrischende, alkoholfreie Rock Shandy, die einheimischen Biersorten Castle, Mosi und Rhino sowie der süße Amarula Likör.



Fotografie

Sambia bietet traumhafte Fotomotive. Begeistern Sie Ihre Freunde und Verwandten mit atemberaubenden Aufnahmen von Landschaften, Tieren und Einblicken in interessante Kulturen, beachten Sie jedoch auch einige Regeln bei der Fotopirsch. Takt und Rücksicht sind immer nötig bei Aufnahmen mit Menschen, denn hier geht es um Stolz und Menschenwürde. Eine freundliche Bitte um Erlaubnis sollte stets vor dem Druck auf den Auslöseknopf stehen. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.
Feiner Staub, Feuchtigkeit oder starke Hitzeeinwirkungen sind eine echte Gefahr für jede Fotoausrüstung. Befolgen Sie demnach unsere Tipps, um Ihre Ausrüstung bestmöglich vor Umwelteinwirkungen zu schützen. Lassen Sie die Kamera nie in der Sonne liegen, bewahren Sie die Kamera in einer gut gepolsterten und dicht verschlossenen Fototasche auf, die das Gehäuse vor Stößen und Staub schützt. Verschließen Sie nach der Aufnahme sofort den Objektivdeckel und reinigen Sie die Linse regelmäßig mit einem Foto Pinsel oder Blasebalg. Eine ausreichende Anzahl an Ersatzbatterien und Speicherkarten in der Fotoausrüstung erspart Ihnen die Enttäuschung wegen entgangener Aufnahmen. Farblose UV Filter verbessern das Bild und schützen zusätzlich das Objektiv. Für analoge Kameras empfiehlt sich tagsüber ein Film mit 100 ASA, in der Dämmerung mindestens 200 bis 400 ASA. Ihre Kamera und andere Elektrogeräte können Sie mit passendem Adapter in den meisten Unterkünften am Netzstrom aufladen.



Bekleidung

Leichte, atmungsaktive Sommerkleidung, die gut waschbar sein sollte, ist das ganze Jahr über ausreichend. Für die kühlere Zeit von Mitte April bis August sowie für die Morgen- und Abendstunden sollte man jedoch auch etwas wärmere Kleidung mitnehmen. Ein Regenmantel, gutes Schuhwerk, eine gute Sonnenbrille und ein Sonnenhut sind unbedingt erforderlich. Lange Kleidung und hohe Schuhe schützen vor Insektenstichen. In den Safari-Lodges sollte man abends nicht allzu sportliche Kleidung tragen. In den großen Hotels ist abends etwas feinere Kleidung erwünscht.



Zeitverschiebung

In Sambia gilt MEZ + 1 Stunde. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit besteht also kein Zeitunterschied, im Winterhalbjahr ist uns Sambia um eine Stunde voraus.



Stromversorgung

Die Spannung in Sambia beträgt 220 bis 240 Volt Wechselstrom. Beachten Sie, dass für die weit verbreiteten dreipoligen Steckdosen ein gesonderter Adapter nötig ist. Es ist ratsam, diesen Adapter mitzubringen. In vielen Lodges besteht kein Stromanschluss, manchmal wird abends nur für wenige Stunden ein Generator eingesetzt. Zum Aufladen von Videoakkus ist ein Ladegerät für den Anschluss ans Auto-Bordnetz vorteilhaft.



Telefonieren

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Sambia ist 00260, von Sambia nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. In Sambia gibt es Telefonkarten, mit denen Ferngespräche weitaus preiswerter geführt werden können, als vom Hotel aus. Für Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr wählen Sie die 999.
Telefonieren über einen deutschen Mobilfunkanbieter ist in Sambia nicht möglich, Roaming funktioniert nicht. Jedoch kann für einen Gegenwert von unter 1 Euro eine SIM-Karte eines lokalen Anbieters erworben werden, so dass nach dem Prepaid-System nach Deutschland telefoniert werden kann bzw. Sie aus Deutschland angerufen werden können. Der Versand/Empfang von SMS-/Textnachrichten nach/aus Deutschland ist nur eingeschränkt möglich.




Informationsmaterial zu Sambia

Sprach- und Reiseführer

  • Reisen in Zambia und Malawi, von Ilona Hupe und Manfred Vachal, Ilona Hupe Verlag, 9. aktualisierte Auflage 2008
    ISBN: 3-932084-37-3
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Abenteuer Kongo

…. Am Morgen starten wir sehr zeitig und nach drei Stunden sind wir im Hauptquartier des Kahuzi Biega Nationalparks. Das Parkeingangsschild zeigt Einschusslöcher
mehr (Thomas Kimmel, Kahuzi Biega NP, DR Kongo, September 2008)